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Raps
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Raps (Brassica napus), auch Reps oder Lewat genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kohl (Brassica) innerhalb der Familie der KreuzblĂŒtengewĂ€chse (Brassicaceae). Es ist eine wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanze. Genutzt werden die Samen vor allem zur Gewinnung von Rapsöl und dem Koppelprodukt Rapskuchen. Die SteckrĂŒbe Brassica napus subsp. rapifera (Syn.: Brassica napus subsp. napobrassica) ist eine Unterart von Raps (Brassica napus).

Contents

‱ Systematik
‱ Taxonomie
‱ Genetik
‱ Anbau
‱ Standort
‱ Fruchtfolge
‱ Aussaat
‱ DĂŒngung
‱ Ernte
‱ Ertrag
‱ Welternte
‱ Nutzung
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Verwechslungsmöglichkeit

GelbblĂŒhende Felder im SpĂ€tsommer und Herbst werden auch oft fĂŒr RapsbestĂ€nde gehalten, allerdings handelt es sich in diesem Zeitraum fast immer um den gleichfalls zu den KreuzblĂŒtlern gehörenden Gelbsenf, der in Mitteleuropa als Zwischenfrucht zur GrĂŒndĂŒngung angebaut wird.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Raps ist eine ein- oder zweijÀhrige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimetern. Es kann eine fleischige Pfahlwurzel ausgebildet werden.cite-ref-foc2002-1-0[1] Der aufrechte StÀngel ist im oberen Bereich verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind gelegentlich an der Nervatur und den BlattrÀndern sehr schwach grau bewimpert,cite-ref-floraiberica-2-0[2] meist aber vollstÀndig kahl oder am Ansatz schwach behaart.cite-ref-foc2002-1-1[1]

Die grundstĂ€ndigen am unteren Bereich des StĂ€ngels angeordneten LaubblĂ€tter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist bis zu 15 Zentimeter lang. Ihre Blattspreite ist bei einer LĂ€nge von 5 bis 25, selten bis zu 40 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 7, selten bis zu 10 Zentimetern im Umriss eiförmig, lĂ€nglich-rund bis lanzettlich, fiederteilig gelappt oder leierförmig, manchmal ungeteilt ist. Der Endlappen ist eiförmig und am Rand gezĂ€hnt, gewellt oder ganzrandig. Je Seite der Mittelrippe stehen ein bis sechs seitliche Blattlappen, deutlich kleiner als der Endlappen, gelegentlich fehlend und ebenfalls am Rand gezĂ€hnt, gewellt oder ganzrandig. Die am oberen Bereich des StĂ€ngels wechselstĂ€ndig angeordneten LaubblĂ€tter sind ungestielt mit einer Blattspreite, die bei einer LĂ€nge von bis zu 8 Zentimeter sowie einer Breite von bis zu 3,5 Zentimeter lanzettlich, eiförmig oder lĂ€nglich, ihre ohrförmige Spreitenbasis umschließt den StĂ€ngel und der Blattrand ist glatt oder gewellt.cite-ref-foc2002-1-2[1]

BlĂŒtenstand, BlĂŒte und Frucht

WitterungsabhĂ€ngig betrĂ€gt die BlĂŒhdauer eines Exemplars etwa drei bis fĂŒnf Wochen, eine einzelne BlĂŒte ist aber bereits nach ein bis zwei Tagen verblĂŒht.cite-ref-heyland1996-3-0[3] 20 bis 60 BlĂŒten befinden sich in einem endstĂ€ndigen, traubigen BlĂŒtenstand zusammen.cite-ref-floraiberica-2-1[2]

Die zwittrigen BlĂŒten sind vierzĂ€hlig. Die vier aufsteigenden oder selten fast aufrechten KelchblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von 5 bis 10 Millimeter und einer Breite von 1,5 bis 2,5 Millimeter lĂ€nglich. Die vier leuchtend- bis blassgelben KronblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von meist 1 bis 1,6 (0,9 bis 1,8) Zentimeter sowie einer Breite von meist 6 bis 9 (5 bis 10) Millimeter, breit verkehrt-eiförmig mit gerundetem oberen Ende und einem 5 bis 9 Millimeter langen Nagel.cite-ref-foc2002-1-3[1] Es sind sechs StaubblĂ€tter vorhanden. Die StaubfĂ€den sind (selten bis 5) meist 7 bis 10 Millimeter lang und die 1,5 bis 2,5 Millimeter langen Staubbeutel sind lĂ€nglich.cite-ref-foc2002-1-4[1] Der Fruchtknoten ist langgestreckt mit kurzem bis kaum erkennbaremcite-ref-foc2002-1-5[1] Griffel und kopfiger Narbe.cite-ref-fnr2005-4-0[4]

Der sparrige oder aufsteigende, gerade Fruchtstiel ist meist 1,2 bis 2,3 (1 bis 3) Zentimeter lang. Die ungestielte Schote ist bei einer LÀnge von 5 bis 9,5 (3,5 bis 11) Zentimetern und einem Durchmesser von 3,5 bis 5 Millimetern linealisch, zylindrisch bis schwach vierkantig und enthÀlt zwölf bis zwanzig Samen. Die dunkelbraunen bis schwÀrzlichen runden Samen sind bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 (1,2 bis 3) Millimeter kugelig mit fein genetzter OberflÀche.cite-ref-foc2002-1-6[1]

Ökologie

Es kommt sowohl Selbstbefruchtung innerhalb einer BlĂŒte als auch Fremdbefruchtung durch Bienen vor.cite-ref-fnr2005-4-1[4]

Systematik

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Brassica napus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 666.cite-ref-euro-med-5-0[5]cite-ref-brassibase-6-0[6]

Genetik

Brassica napus ist eine allopolyploide Hybride, die aus einer Bastardisierung von RĂŒbsen (Brassica rapa) und GemĂŒsekohl (Brassica oleracea) hervorgegangen ist. Das Genom von Raps besteht aus 38 Chromosomen, davon sind 20 bzw. 18 Chromosomen von den beiden Ausgangsformen.cite-ref-fnr2005-4-2[4]

Geschichte der Rapsnutzung

FrĂŒhe Rapsnutzung

Raps (von niederdeutsch rapsād, mit dem zweiten Wortglied, da die Pflanze wegen des ölhaltigen Samens angebaut wird, zu niederdeutsch Rapp, entlehnt von gleichbedeutend lateinisch Rapacite-ref-8[8]) wird schon seit Jahrhunderten wegen des hohen Ölgehaltes seiner Samenkörner kultiviert. Die Rapspflanze war schon den Römern bekannt. UrsprĂŒnglich stammt der Raps aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde zur Gewinnung von Speise- und vor allem Lampenöl verwendet. In Indien gibt es fĂŒr eine Verwendung Hinweise bereits um 2000 v. Chr., in Mitteleuropa wird er erst seit dem 14. Jahrhundert angebaut.cite-ref-kempken2006-9-0[9] Ab dem 17. Jahrhundert findet der Anbau im grĂ¶ĂŸeren Stil statt. Im nordwestlichen Deutschland und in den Niederlanden war Raps im 16. und 17. Jahrhundert die wichtigste Ölfrucht. In der Mitte und im Osten Deutschlands dagegen herrschte der eng verwandte RĂŒbsen vor, der im Anbau anspruchsloser ist, aber einen geringeren Ölertrag liefert.cite-ref-heyland-10-0[10] Da Samen und Öl von RĂŒbsen und von Raps lange gleichermaßen als „RĂŒbsamen“ und „RĂŒböl“ bezeichnet wurden, lĂ€sst sich der historische Anbau beider Pflanzen im deutschsprachigen Raum nur schwer gegeneinander abgrenzen.cite-ref-11[11] Frankreich, England und Schweden kamen im Verlauf des 18. Jahrhunderts als Anbaugebiete hinzu.cite-ref-12[12]

Aufschwung und Niedergang im 19. Jahrhundert

ZunĂ€chst lieferte Raps vorwiegend Brennstoff fĂŒr Öllampen, wurde als Schmieröl genutzt und nur in den armen Schichten auch in der KĂŒche verwendet.cite-ref-13[13] Im frĂŒhen 19. Jahrhundert stieg der Rapsanbau an, weil sich der Gebrauch des Öls als Beleuchtungs- und Nahrungsmittel zunehmend durchsetzte. GrĂŒnde waren der Preisanstieg beim zuvor zur Beleuchtung genutzten Waltran als Folge der Überjagung der WalbestĂ€nde und niedrige Getreidepreise, die alternative FeldfrĂŒchte attraktiver machten.cite-ref-14[14] Als Speiseöl wurde Rapsöl unter anderem wegen seines bitteren Geschmacks, der auf einen hohen Gehalt an ErucasĂ€ure zurĂŒckzufĂŒhren war, nur eingeschrĂ€nkt verwendet. Allenfalls in Hungerzeiten kam Rapsöl vermehrt auch als Nahrungsmittel auf den Tisch. So brach der Rapsanbau in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts stark ein, als preiswerte Erdölimporte und tropische und subtropische Speiseöle auf den Markt kamen. 1878 wurden noch 188.000 ha Raps im Deutschen Reich angebaut, 36 Jahre spĂ€ter waren es nur noch 87.711 ha.cite-ref-heyland-10-1[10] Das so gewonnene Öl wurde vor allem von der Seifen- und Schmiermittelindustrie verarbeitet. Neben der geringen Eignung als Nahrungsmittel fĂŒhrten die stark schwankenden ErtrĂ€ge, die Empfindlichkeit gegen WettereinflĂŒsse und die technisch schwierige Ernte dazu, dass Raps nur widerwillig und in Zeiten hoher potenzieller GeldertrĂ€ge fĂŒr die Samen angebaut wurde.cite-ref-15[15]

Die systematische ZĂŒchtung von Raps begann in Deutschland um 1900 herum mit der Arbeit des Agronomen Hans Lembke auf der Insel Poel. Dabei standen insbesondere eine verbesserte WinterhĂ€rte und ein höherer Samenertrag im Blickpunkt. 1911 entstand damit die erste Zuchtsorte „Lembke Winterraps“. Lembke wirkte bis in die 1960er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik.cite-ref-16[16]

Raps in der Kriegswirtschaft

Im Ersten Weltkrieg wurde in Deutschland der Anbau von ÖlfrĂŒchten forciert, um sich aus der AbhĂ€ngigkeit von Fett- und Öleinfuhren zu lösen. Raps spielte dabei im Vergleich zu anderen Ölsaaten jedoch eine untergeordnete Rolle. Der Kriegsausschuss fĂŒr pflanzliche und tierische Oele und Fette leitete erst 1916 eine gezielte Werbekampagne fĂŒr den Raps- und RĂŒbsenanbau bei Landwirten ein.cite-ref-17[17] Vor allem Margarine wurde aus heimischem Rapsöl hergestellt. Als Speiseöl nur bedingt tauglich, als Futtermittel ungeeignet, blieb Rapsöl hauptsĂ€chlich auf die Verwertung technischer Öle beschrĂ€nkt (Brennstoff fĂŒr Öllampen, Schmiermittel fĂŒr (Dampf-)Maschinen, Grundstoff fĂŒr die Seifenherstellung).cite-ref-fnr2005-4-3[4] 1919 erreichte die RapsanbauflĂ€che mit 0,7 % der gesamten AckerflĂ€che im Deutschen Reich einen Spitzenwert. Anschließend ging er bis 1933 auf nahezu Null zurĂŒck.cite-ref-18[18] Der Bedarf an Pflanzenöl wurde wieder weit ĂŒberwiegend durch den Import gedeckt. Der zunĂ€chst langsame Wiederanstieg des Rapsanbaus wurde durch eine Reihe wirtschaftspolitischer Eingriffe des NS-Staats ausgelöst, die in der Summe zu einem Anstieg des Fettpreises und zu einer Verbilligung von KunstdĂŒnger fĂŒhrten.cite-ref-19[19] ZunĂ€chst stand jedoch die Erzeugung tierischer Fette im Blickpunkt. Erst nachdem entsprechende BemĂŒhungen gescheitert waren, wuchs von 1936 mit dem Vierjahresplan und der GrĂŒndung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Fettforschung das Interesse an Ölsaaten, wobei Raps nicht gesondert, sondern im Zusammenhang mit den ĂŒbrigen ÖlfrĂŒchten behandelt und durch staatlich festgelegte Preise sowie Subventionen gefördert wurde. 1939 wurden ÖlmĂŒhlen einem Verarbeitungszwang fĂŒr Raps und RĂŒbsen unterworfen. Der Anteil von Raps an der GesamtackerflĂ€che wuchs bis 1944 auf knapp 2 % an.cite-ref-20[20]

Nutzung im geteilten Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Rapsanbau in beiden deutschen Staaten auf einem niedrigen Niveau. In der Bundesrepublik Deutschland wurden weniger als 0,5 % der AckerflĂ€che mit der Pflanze bestellt. Um 1955 herum kam der Rapsanbau sogar nahezu zum Erliegen. In der Deutschen Demokratischen Republik blieb der Anteil lange bei etwas mehr als 2 %. WĂ€hrend sich der Rapsanbau in der BRD von 1955 an zunĂ€chst langsam und ab etwa 1967 deutlich steigerte, setzte diese Entwicklung in der DDR etwa 1970 ein. 1990 machte Raps in der DDR etwas mehr als 3 % der AckerflĂ€che aus, in der BRD rund 8 %.cite-ref-21[21] Der anfangs stĂ€rkere Rapsanbau in der Sowjetischen Besatzungszone und dann der DDR ist auf den Devisenmangel des Staats zurĂŒckzufĂŒhren, der den Kauf von Ölsaaten und Ölen auf dem internationalen Markt erschwerte. Wie in den beiden Weltkriegen zuvor wurde Raps aber nur als eine Möglichkeit unter verschiedenen Ölsaaten angesehen.cite-ref-22[22] Zudem wurde in der DDR weiterhin erucasĂ€urehaltiger Raps mit entsprechend schlechter Eignung als menschliche und tierische Nahrung angebaut. 1977 legte die EuropĂ€ische Gemeinschaft Obergrenzen von ErucasĂ€ure in Nahrungsmitteln fest. Dies setzte die Exportwirtschaft der DDR unter Druck, die keine entsprechenden Produkte auf Rapsbasis anbieten konnte. Im geringen Umfang eröffneten sich aber auch neue Exportmöglichkeiten, da es im Westen kaum noch ein Angebot fĂŒr erucasĂ€urereiches Rapsöl gab, das fĂŒr bestimmte technische Anwendungen benötigt wurde.cite-ref-23[23] Die DDR hatte erst 1982 mit der Sorte Marinus einen Null-Raps ohne ErucasĂ€ure aus eigener Zucht zur VerfĂŒgung. Erste Versuche mit dem Anbau von Doppelnull-Raps fanden 1987 statt. 1990 erfolgte die Zulassung der Sorte Madora als einziger in der DDR gezĂŒchteter Doppelnull-Raps. Ein Jahr spĂ€ter hatte sich, flankiert durch staatliche Förderung, in den nun neuen BundeslĂ€ndern der BRD die Doppelnullvariante als dominierende Rapssorte durchgesetzt.cite-ref-24[24]

In der BRD wurden 1948 die direkten Subventionen fĂŒr den Rapsanbau gestrichen. Damit war die Pflanze unrentabel und wurde Mitte der 1950er Jahre praktisch nicht mehr angebaut. Ein Aufschwung setzte mit der stĂ€rkeren Technisierung der Landwirtschaft ein. Sie ermöglichte das zuvor schwierige Einarbeiten der RapsstĂ€ngel in den Boden und die Nutzung des knappen Zeitfensters zwischen Rapsernte und Getreideaussaat. Auch die hĂ€ufig nötige Trocknung der Rapssamen konnte nun effizienter umgesetzt werden. Raps galt im VerhĂ€ltnis von Arbeitsaufwand zu Geldertrag als besonders interessante Pflanze. Zudem eignete sich Raps mit seinem hohen Stickstoffbedarf zur Nutzung der immer grĂ¶ĂŸeren GĂŒllemengen, die im Verlauf der 1960er Jahre als Folge des wachsenden Fleischkonsums und der dafĂŒr nötigen Tierhaltung anfielen.cite-ref-25[25] Hinzu kamen staatliche Subventionen. Obwohl die Lebensmittelindustrie Rapsöl nur widerwillig verarbeitete, unterstĂŒtzte die Bundesregierung den Anbau mit Preisgarantien und ZuschĂŒssen, um im Fall einer Notlage eine inlĂ€ndische Ölproduktion aufrechtzuerhalten. Margarinehersteller wurden per Verordnung gezwungen, mindestens 5 % heimisch erzeugtes Rapsöl zu verarbeiten.cite-ref-26[26] Aufgrund dieser gĂŒnstigen Rahmenbedingungen weiteten Landwirte den Rapsanbau aus, so dass 1959 der Beimischungszwang nicht mehr ausreichte, um den erzeugten Raps zu verbrauchen. Zudem wuchs die öffentliche Kritik an der Aufwendung von Steuergeld fĂŒr die Rapssubventionen.cite-ref-27[27] Am 31. August 1965 reichten VerbĂ€nde der Lebensmittelindustrie eine Klage gegen den Beimischungszwang beim Bundesverfassungsgericht ein und erhielten am 1. MĂ€rz 1968 ein Urteil in ihrem Sinn. Die Bundesregierung hatte bereits zuvor zum 1. MĂ€rz 1967 die Beimischungsverordnung abgeschafft.cite-ref-28[28]

FĂŒr die Bundesrepublik Deutschland gilt Gerhard Röbbelen als wichtigster Rapsforscher. 1967 wurde auf Initiative Röbbelens der bis heute bestehende Arbeitskreis Raps als Austauschplattform von Wissenschaft und Agrarwirtschaft gegrĂŒndet.cite-ref-29[29]

Dass der Rapsanbau in den 1970er und vor allem 1980er Jahren trotz dieser wegfallenden UnterstĂŒtzung zunahm, ist auf die EinfĂŒhrung von Null- und Doppelnullsorten zurĂŒckzufĂŒhren, die die Frucht zunehmend fĂŒr die Nahrungs- und Futtermittelindustrie interessant machten. Beim Endverbraucher bestand aber offenbar das schlechte Image des Rapsöls weiter. Erst seit 2009 wird im grĂ¶ĂŸeren Stil Rapsöl im Handel ausdrĂŒcklich als solches angeboten und nicht nur mit der Bezeichnung Pflanzenöl.cite-ref-30[30]

Seit der Jahrhundertwende

Nachdem durch die NeuzĂŒchtungen zunĂ€chst die Verwertung als ernĂ€hrungsphysiologisch wertvolles Speiseöl sowie als Rohstoff fĂŒr Speisefette in den Mittelpunkt gestellt worden war, ist Rapssaat zunehmend auch als nachwachsender Rohstoff genutzt worden. 2007 wurden drei Viertel des in Deutschland erzeugten Rapsöls zur Erzeugung von Biokraftstoffen oder zur Verwertung in der Industrie verwendet.cite-ref-blfl-31-0[31]

Rapsöl wird mittlerweile vermehrt zur Kunststofferzeugung verwendet. Viele Polyhydroxyalkanoate haben viele gesuchte Eigenschaften wie Wasserfestigkeit, Abbaubarkeit, BiovertrÀglichkeit und Nachhaltigkeit.

Anbau

ZĂŒchtung und Sorten

Bis zu den 1970er Jahren konnte man Raps kaum als Lebens- und Futtermittel verwenden, denn er enthielt erhebliche Mengen der einfach ungesĂ€ttigten ErucasĂ€ure und an Glucosinolaten. ErucasĂ€ure macht mehr als die HĂ€lfte der FettsĂ€ure herkömmlicher Rapssorten aus,cite-ref-geisler1988-32-0[32] sie verursacht OrganschĂ€den und Herzprobleme bei Menschen und SĂ€ugetieren. Wegen der Glucosinolate durften Raps-PressrĂŒckstĂ€nde nur zu geringen Anteilen im Tierfutter sein. Wegen des intensiven Kohlgeruchs fraßen die Tiere weniger, zudem verĂ€ndern Glucosinolate die SchilddrĂŒse. Außerdem entstanden im PressrĂŒckstand Senföle, die beim Tier Verdauungsstörungen hervorriefen, HĂŒhnereier erhielten einen Fischgeschmack.

Null-, Doppelnull- und Plusnull-Raps

canolaSeit den 1960er Jahren wurden unter der Bezeichnung Null-Raps (0-Raps) praktisch erucasĂ€urefreie (weniger als 2 Prozent im Öl) und damit fĂŒr die menschliche ErnĂ€hrung geeignete Raps-Genotypen entwickelt, deren Saat einen höheren Anteil der besser vertrĂ€glichen Öl- und LinolensĂ€ure enthĂ€lt. Den Durchbruch in dieser Hinsicht erzielte ein von 1962 an betriebenes Forschungsprojekt mit Sommerraps an der University of Manitoba unter Keith Downey. Deren Ergebnisse wurden unter dem Markennamen Canola (Canadian oil, low acid) auf den Markt gebracht. Mittlerweile wird Canola in weiten Teilen Amerikas und Australiens allgemein als Bezeichnung fĂŒr Raps verwendet, unter anderem wegen der Konnotation des englischen Ausdrucks rape seed (rape bedeutet neben Raps auch Vergewaltigung). In Deutschland begannen kurz darauf an den UniversitĂ€ten Gießen und Göttingen Ă€hnliche Projekte mit Winterraps. 1973 wurde als deren Ergebnis ‘Lesira’ als erster Null-Winterraps fĂŒr den Anbau zugelassen. Bis 1976 wurde praktisch der gesamte Rapsanbau in der Bundesrepublik auf Null-Raps umgestellt. Entscheidend fĂŒr das Gelingen dieses schnellen Wechsels war die 1974 erfolgte GrĂŒndung der Gesellschaft Rapool-Ring deutscher QualitĂ€tsrapszĂŒchter als Kooperative zahlreicher SaatgutzĂŒchter.cite-ref-waltenberger2020-33-0[33]

Livio war das erste kommerziell vertriebene Raps-Speiseöl in (West-)Deutschland.

Null-Raps enthielt allerdings immer noch Glucosinolate, die die Verwendung als Tierfutter erschweren. Daher wurde versucht, Raps mit geringerem Gehalt von Glucosinolaten zu zĂŒchten, sogenannten Doppelnull-Raps (00-Raps)cite-ref-34[34]. 1981 wurde als erste Doppelnull-Rapssorte die Winterrapssorte ‘Librador’ in die deutsche Sortenliste eingetragen. 1982 folgte die Sorte ‘Liglandor’ und 1983 wurden die Sorten ‘Lindora’, ‘Liropa’ und ‘Elena’ in die Sortenliste aufgenommen. Mit jeder neuen Sorteneintragung verringert sich der Abstand in der Ertragsleistung zwischen den 0-Sorten und 00-Sorten. Die Problematik der LeistungsprĂŒfung, bedingt durch Wildverbiss (das Wild frisst naheliegenderweise die glucosinolatarmen Typen), fĂŒhrte dazu, dass die Streuung der Ergebnisse zwischen den 00-Sorten wesentlich grĂ¶ĂŸer ist als zwischen den 0-Sorten. Zudem wurde das vermehrte Auftreten von „WeißblĂŒhern“, einem charakteristischen Schwefelmangel-Symptom bei Raps,cite-ref-schnug2005-35-0[35] bei der amtlichen SortenprĂŒfung als genetische InhomogenitĂ€t („kanadisches Blut“) fehlgedeutet.cite-ref-schnug2016-36-0[36] Die Ursache dafĂŒr waren jedoch die seit den 1980er-Jahren abnehmenden atmosphĂ€rischen SchwefeleintrĂ€ge in Nordeuropa und die ineffizientere Verwertung von Schwefel im Stoffwechsel von 00-Raps Sorten.

Die Zusammensetzung der FettsÀuren von 00-Rapsöl ist der von Olivenöl sehr Àhnlich. Der Anteil essentieller FettsÀuren, insbesondere der α-LinolensÀure, ist um ein Mehrfaches höher als bei Olivenöl.cite-ref-becker1993-37-0[37]

In Westdeutschland wird seit 1988 beinahe die gesamte AnbauflĂ€che mit 00-Raps bestellt, in Gesamtdeutschland seit kurz nach der Wiedervereinigung. Daneben wurden fĂŒr die Produktion von ErucasĂ€ure als industriellem Rohstoff erucasĂ€urereiche, aber glucosinolatarme Sorten gezĂŒchtet: der Plusnull-Raps (+0-Raps) oder HEAR (engl.: high erucic acid rapeseed). Zum Anbau stehen diese Sorten seit 1988 zur VerfĂŒgung. Der PressrĂŒckstand kann auch bei diesen Sorten verfĂŒttert werden. Auf FlĂ€chen, die einmal mit +0-Raps bepflanzt waren, kann allerdings kein 00-Raps fĂŒr die menschliche ErnĂ€hrung mehr angebaut werden, da dieser mit ausgesamtem +0-Raps (Ausfallraps) verunreinigt sein kann.

Der Verzehr von Raps in grĂ¶ĂŸeren Mengen ĂŒber lĂ€ngere Zeit kann bei WiederkĂ€uern Blutarmut verursachen.cite-ref-vetpharm-38-0[38]cite-ref-ondereschka-39-0[39]

Da beim 00-Raps Äshemmer wie der Gehalt an Senfglykosiden reduziert sind, kommt es insbesondere in Wintermonaten zu einer erhöhten und teilweise ausschließlichen Aufnahme dieses Rapses beispielsweise beim Reh. Der damit verbundene hohe Eiweißgehalt und der geringe Rohfaseranteil der Nahrung fĂŒhrt bei Rehen zu schweren Verdauungsstörungen wie einer schaumigen GĂ€rung des Pansen­inhalts und dadurch unter anderem zu einer Zerstörung der Pansenmikroflora und -fauna. Dies allein fĂŒhrt bei vielen Rehen bereits zum Tod, andere Tiere gehen nach einer bis drei Wochen an hĂ€molytischer AnĂ€mie ein, die wahrscheinlich auf das Vorhandensein von S-Methylcysteinsulfoxid im Raps zurĂŒckzufĂŒhren ist. Die ausschließliche Aufnahme nur einer Äspflanze widerspricht normalerweise der Nahrungsstrategie von Rehen. Bei Untersuchungen, welche und wie viele Rehe gestorben sind, fand man in Österreich heraus, dass es sich dabei um auffallend viele Jungtiere handelt. Der Wildbiologe Fred Kurt vermutet deswegen, dass es sich um Jungtiere handelt, die den Anschluss an ihre SprĂŒnge verloren haben. Im VerhĂ€ltnis zu den hohen RehbestĂ€nden stirbt eine vergleichsweise geringe Anzahl.cite-ref-kurt2002-40-0[40] Auch ein angebliches Hasensterben wurde mit dem 00-Raps in Verbindung gebracht. Wissenschaftlich konnte diese Auswirkung aber nie nachgewiesen werden.cite-ref-waltenberger2020b-41-0[41] Die damals von den Bundesbehörden der Schweiz großangelegte wildbiologische Feldstudie (die international einzige in diesem Sachzusammenhang!) konnte keine dieser Hypothesen bestĂ€tigen.cite-ref-42[42]

Weitere Sorten

‱ HOLLi-Raps (High Oleic, Low Linolenic), auch HOLL-Raps, ist eine Zuchtform mit verĂ€nderter FettsĂ€urenzusammensetzung. Das Öl ist sehr hitzestabil, bei der Erhitzung entstehen weniger wahrscheinlich gesundheitsschĂ€dliche trans-FettsĂ€uren.cite-ref-holl-raps-43-0[43]cite-ref-44[44]
‱ HO-Raps (HochölsĂ€ureraps; high oleicacid), dieser hat einen erhöhten ÖlsĂ€ure­anteil.cite-ref-miedaner2014-45-0[45]
‱ 000-Raps (triple-low, triple-zero), wurde bereits 1976 in Kanada gezĂŒchtet, dieser Raps ist zusĂ€tzlich zum 00-Raps faserarm.cite-ref-46[46]cite-ref-47[47]

Hybridsorten

Im Juli 1994 wurde in Frankreich die weltweit erste Hybridsorte bei Raps in die Sortenliste eingetragen. Bei dieser bleibt die „cytoplasmatisch-mĂ€nnliche SterilitĂ€t“ (cms) der Mutterlinie in der Hybride erhalten, die aufwachsende Hybridpflanze bildet also keinen Pollen und ist daher mĂ€nnlich steril. Im Konsumanbau werden „Verbundhybriden“ genannte Saatgutmischungen aus der unfruchtbaren Hybridsorte und einer herkömmlichen Sorte als Pollenspender ausgesĂ€t.

Schon Anfang der 1980er Jahre wurden an der Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen sog. „zusammengesetzte Sorten“ entwickelt, die auf dem Markt eine nennenswerte Bedeutung erreichten (z. B. Elvira). Hierbei blĂŒhten gezielt kombinierte Linien miteinander ab. Diese Linien waren zwar verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig reinerbig, aber wiesen dennoch im Gegensatz zur Hybridsorten-Komponenten keinen so hohen Inzuchtanteil auf.

1995 wurde in den USA ein HL-Raps (high lauric) entwickelt, dieser besitzt ein Gen des Lorbeers und enthÀlt bis zu 40 % LaurinsÀure. Er wird zu industriellen Zwecken genutzt.cite-ref-miedaner2014-45-1[45] Weiter gibt es die Sorten high myristic und high stearic mit erhöhtem Myristin- bzw. StearinsÀureanteil, sowie low linolenic Typen mit reduziertem LinolensÀureanteil.cite-ref-48[48]

1996 wurden in Deutschland sogenannte „restaurierte Hybriden“ zum Anbau zugelassen. Diese blĂŒhen wie herkömmliche Liniensorten ab und bieten daher die gleiche Ertragssicherheit wie diese, jedoch verbunden mit höherer VitalitĂ€t und höherem Ertragspotenzial. 2002 standen Hybridsorten auf etwa 40 % der WinterrapsanbauflĂ€che in Deutschland, 2005 auf rund 60 %.cite-ref-49[49] Hybridsorten erbringen gegenĂŒber anderen Rapssorten einen Mehrertrag von bis zu 400 kg/ha.cite-ref-50[50]

Gentechnisch verÀnderte Sorten

→

Hauptartikel

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Transgener Raps

Raps zĂ€hlt zu den ersten Nutzpflanzen, bei denen großflĂ€chig gentechnisch verĂ€nderte Sorten angebaut wurden. Durch VerĂ€nderung des Rapserbguts wurden Rapspflanzen mit verschiedenen nĂŒtzlichen Eigenschaften entwickelt. Gentechnisch verĂ€nderte Rapssorten werden bisher vor allem in den USA (82 % der RapsanbauflĂ€che im Jahr 2007), Kanada (87 % der RapsanbauflĂ€che im Jahr 2007) und in Australien (seit 2008) angebaut. In der EU gibt es bisher lediglich Zulassungen der Ernte als Lebens- bzw. Futtermittel, jedoch keine fĂŒr den kommerziellen Anbau.cite-ref-51[51]

Standort

Die AnsprĂŒche von Raps an den Boden sind denen des Weizens vergleichbar. Raps benötigt tiefgrĂŒndigen Boden, der eine ungehinderte Wurzelentwicklung bis unterhalb des Bearbeitungshorizonts ermöglicht. TiefgrĂŒndige Lehmböden mit pH-Werten um 6,5 sind fĂŒr den Anbau besonders geeignet. Ungeeignete Standorte fĂŒr Raps sind sehr tonige Böden mit starker Neigung zu StaunĂ€sse wegen EinschrĂ€nkungen bei der Bodenbearbeitung sowie extrem leichte oder flachgrĂŒndige Böden, bei denen Trockenperioden die Ertragssicherheit verringern. Bei Moorböden mit SpĂ€tfrostgefahr kann es bei Winterrapsanbau zur SchĂ€digung der BlĂŒte, zum Platzen der PflanzenstĂ€ngel oder auch zum Auffrieren des Bestandes mit TotalschĂ€den kommen.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), NÀhrstoffzahl N = 5 (nÀhrstoffreich), KontinentalitÀtszahl K = 2 (subozeanisch).cite-ref-infoflora-52-0[52]

Raps besitzt nur eine begrenzte FrosthĂ€rte bis zu etwa −15 °C bis −20 °C bei schneefreiem Boden. VerĂ€ndert sich die Bodenstruktur durch Frosteinwirkung (Auffrieren), so können zudem Wurzeln abreißen. Warme Mittagstemperaturen bei beginnender Atmung der Pflanzen gegen Winterende können zum Vertrocknen fĂŒhren, da die Wurzeln bei noch gefrorenem Boden nicht genĂŒgend Wasser aufnehmen können.

Fruchtfolge

Raps ist nicht selbstvertrĂ€glich, das heißt, dass man nach dem Anbau mind. drei besser vier Jahre keinen Raps mehr anbauen sollte, um ein vermehrtes Auftreten spezifischer Pflanzenkrankheiten und -schĂ€dlinge zu vermeiden. Raps kann daher einen Anteil von höchstens 25 bis 33 Prozent in der Fruchtfolge einnehmen, um MinderertrĂ€ge beziehungsweise verstĂ€rkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu vermeiden. Auch vor dem Anbau verwandter Kulturpflanzen nach Raps sind Anbaupausen nötig, so bei RĂŒben wegen RĂŒbennematoden sowie bei Senf oder StoppelrĂŒben wegen Kohlhernie.

Raps ist in einer Fruchtfolge mit Getreide wichtig, da er als Blattfrucht keine Krankheiten und kaum SchĂ€dlinge von HalmfrĂŒchten ĂŒbertragen kann. Zudem fördert Raps die Struktur und biologische AktivitĂ€t des Bodens und dient der Humusbildung, wenn seine Pflanzenteile (Wurzeln, Stroh) auf dem Feld bleiben. Vor allem Sommerraps sorgt mit einer guten Durchwurzelung des Bodens fĂŒr dessen gute DurchlĂŒftung. Winterraps kann von VorfrĂŒchten freigesetzte Stickstoffmengen noch im Herbst aufnehmen. Bleibt Rapssaat im Boden, ist sie auch nach langer Zeit (bis zu zehn Jahre)cite-ref-53[53] noch keimfĂ€hig und kann bei Auswuchs NachfrĂŒchte stören.

Aussaat

In Mitteleuropa wird ĂŒberwiegend Winterraps angebaut. Die Aussaat erfolgt im Herbst, die Ernte im darauf folgenden FrĂŒhsommer. In Kanada, dem weltweit grĂ¶ĂŸten Raps-Erzeugerland, ĂŒberwiegt dagegen Sommerraps.

In Deutschland wird bei Winterraps ein Saattermin in der zweiten AugusthÀlfte angestrebt. Eine Aussaat bis in die erste Septemberwoche ist möglich. Angestrebt wird, dass die Pflanzen in einem krÀftigen Rosettenstadium in den Winter gehen, jedoch noch keine verlÀngerte Sprossachse bilden.

Raps erfordert ein optimales Saatbett mit leicht verfestigtem Saatablagehorizont (die Bodentiefe, in der das Saatgut abgelegt wird) und flacher, lockerer OberflĂ€che. 35 bis 70 Körner Winterraps pro Quadratmeter werden mit zwei bis drei Zentimetern Ablagetiefe flach gesĂ€t. Bei Hybriden liegt die Aussaatmenge etwas niedriger als bei Liniensorten. Üblich sind ReihenabstĂ€nde von 13 bis 26 Zentimetern. Zur Anwendung kommt sowohl die Drillsaat als auch die exaktere, aber aufwendigere Einzelkornsaat.

DĂŒngung

Die Rapspflanze stellt hohe AnsprĂŒche an die NĂ€hrstoffversorgung. Verglichen mit Getreide ist bei Raps unter den HauptnĂ€hrstoffen vor allem der Bedarf an Stickstoff, Kalium und Schwefel hoch. Seit EinfĂŒhrung glucosinolatarmer Sorten in den 1980er Jahren, was zeitgleich zu dem allgemeinen RĂŒckgang atmosphĂ€rischer Schwefel-EintrĂ€ge in Nordeuropa geschah, ist die DĂŒngung mit Schwefel zu einer produktionstechnischen Standardmaßnahme im intensiven Rapsanbau geworden.cite-ref-schnug1986-54-0[54]cite-ref-55[55] Unter den MikronĂ€hrstoffen hat Raps besondere AnsprĂŒche an die Versorgung mit Borcite-ref-56[56], Mangancite-ref-schnug1992-57-0[57] und MolybdĂ€ncite-ref-schnug1990-58-0[58].

Unkrautregulierung und Pflanzenschutz

Bis in die 1970er Jahre wurde Raps als Hackfrucht angebaut – im ökologischen Landbau erfolgt die Unkrautregulierung auch heute per Maschinenhacke. Im konventionellen und integrierten Anbau wird das Unkraut neben allgemeinen ackerbaulichen Maßnahmen fast ausschließlich durch Herbizide bekĂ€mpft. Gentechnisch verĂ€nderte herbizidresistente Rapssaat ermöglicht den Einsatz nichtselektiver Herbizide, ist jedoch in Europa nicht zum Anbau zugelassen. Pflanzenschutzmittel (Insektizide, Fungizide und Wachstumsregler) werden in Deutschland wĂ€hrend der Kulturdauer im Durchschnitt rund dreimal ausgebracht.

Krankheiten

‱ WeißstĂ€ngeligkeit, auch Rapskrebs genannt, (Sclerotinia sclerotiorum)
‱ RapsschwĂ€rze (Alternaria brassicae)
‱ Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae)
‱ Verticillium-Welke (Verticillium dahliae)
‱ Cylindrosporium-Blattflecken
‱ Kohlschwarzringfleckigkeit, Erreger Turnip yellow mosaic virus

SchÀdlinge

‱ Großer Rapserdfloh (Psylliodes chrysocephala)
‱ Großer RapsstĂ€ngelrĂŒssler (Ceutorrhynchus napi)
‱ Gefleckter KohltriebrĂŒssler (Ceuthorrhynchus quadridens)
‱ RapsglanzkĂ€fer (Meligethes aeneus)
‱ KohlschotenrĂŒssler (Ceuthorrhynchus assimilis)
‱ KohlschotenmĂŒcke (Dasyneura brassicae)
‱ KohlrĂŒben-Blattwespe (Athalia rosae)

Begleitvegetation

Bei dem verbreiteten Anbau nach Getreide tritt regelmĂ€ĂŸig Ausfallgetreide (Aufwuchs aus Samen, die bei der Getreideernte auf dem Acker verblieben sind) auf. Zu den hĂ€ufigsten UngrĂ€sern zĂ€hlt der Acker-Fuchsschwanz. An UnkrĂ€utern treten hĂ€ufig Klettenlabkraut und Vogelmiere auf sowie vor allem auf schlecht durchlĂŒfteten Böden Kamillen. Einseitiger Herbizideinsatz fördert zudem dem Raps verwandte kreuzblĂŒtige UnkrĂ€uter sowie AckerstiefmĂŒtterchen und StorchschnĂ€bel.

Ernte

Geerntet wird der stehende Rapsbestand in Deutschland meist in einem Arbeitsgang im sogenannten Direktdrusch, in den KĂŒstenregionen wird wegen des erhöhten Windeinfalls, aber auch zur Vermeidung vorzeitigen Samenausfalls aus den Schoten das mehrteilige Schwaddrusch-Verfahren angewandt.

Beim Direktdrusch wird der Raps geerntet, sobald die Körner schwarz geworden sind und beim SchĂŒtteln in der Schote rascheln. Das Stroh kann zu diesem Zeitpunkt noch teilweise grĂŒn sein. In Deutschland ist dies in der Regel in der zweiten JulihĂ€lfte der Fall. Als Erntemaschine dient beim Direktdrusch der herkömmliche MĂ€hdrescher, der allerdings verbreitet mit Zusatzeinrichtungen wie einer VerlĂ€ngerung des Tisches hinter dem Schneidwerk wegen des langen Rapsstrohs sowie Seitenmessern am Schneidwerk zum Trennen der ineinander verworrenen Rapspflanzen versehen ist. Wegen der im Vergleich zum Getreidekorn feinen Rapssaat muss das Dreschwerk des MĂ€hdreschers mit anderen, auf das Rapskorn angepassten Sieben und Blechen ausgerĂŒstet sein. Manchmal wird der Rapsbestand bei der Sikkation chemisch abgetötet, um einen einfacheren Direktdrusch zu ermöglichen. Als Problem beim Direktdrusch gibt es noch grĂŒne Schoten im unteren Bereich, auch Gummischoten genannt. Diese enthalten Körner mit einem höheren Tausendkorngewicht. MĂ€hdrescher können diese Schoten bestenfalls nur zerreiben. Das dabei austretende Wasser fĂŒhrt dann noch dazu, dass trockene Körner am Stroh kleben und nicht geerntet werden können.

Beim Schwaddrusch werden die Pflanzen in der Regel bereits ein bis zwei Wochen frĂŒher, nĂ€mlich sobald die Körner beidseitig zu brĂ€unen beginnen, mit einem SchwadmĂ€her gemĂ€ht und auf Schwad gelegt. Nach erfolgter Feldtrocknung wird der Schwad durch einen hierzu mit einer Pickup anstelle des Schneidwerks ausgerĂŒsteten MĂ€hdrescher aufgenommen und ausgedroschen.cite-ref-heyland1996-3-1[3]cite-ref-eichhorn1999-59-0[59]

Wirtschaftliche Bedeutung

Ertrag

Die HektarertrĂ€ge fĂŒr Raps betrugen 2021 in Deutschland 35,0 dt/ha, in Österreich 30,7 dt/ha und in der Schweiz 30,8 dt/ha.cite-ref-fao-62-0[62] Der mittlere Ölgehalt der Rapssaat betrĂ€gt 45 bis 50 Prozent, der Proteingehalt reicht von 17 bis 25 Prozent.

Ölproduktion

Seit den 1990er Jahren ist Raps nach Soja weltweit die Ölsaat mit dem zweithöchsten Anteil am Weltmarkt. 2007 betrug der Anteil von Raps an der weltweiten Ölsaatenproduktion 12,9 %. Weltweit wurden 2021 etwa 71 Millionen t Rapssaat erzeugt, das ist ein Vielfaches der jĂ€hrlichen Produktion Anfang der 1980er-Jahre (12,7 Mio. Tonnen im Durchschnitt der Jahre 1980–1982). Auch die Rapsölproduktion steigt stark an, der Anteil an der gesamten Pflanzenölproduktion fĂŒr das Wirtschaftsjahr 2008/09 wird auf 14,5 Prozent geschĂ€tzt.cite-ref-lfl-63-0[63]

2020 wurden weltweit laut der FAO 25,2 Mio. Tonnen Rapsöl produziert.cite-ref-fao-proc-64-0[64]

Welternte

Im Jahr 2023 wurden weltweit 91.876.424 t Raps geerntet. Die 10 grĂ¶ĂŸten ProduzentenlĂ€nder ernteten zusammen ca. 85,5 % der Welternte.cite-ref-fao-62-1[62]

| Rang | Land | Menge (in t ) |
|---|---|---|
| 1 | Kanada Kanada | 18.328.233 |
| 2 | China Volksrepublik Volksrepublik China | 16.317.400 |
| 3 | Indien Indien | 12.643.196 |
| 4 | Australien Australien | 8.917.862 |
| 5 | Frankreich Frankreich | 4.276.890 |
| 6 | Deutschland Deutschland | 4.218.000 |
| 7 | Russland Russland | 4.196.000 |
| 8 | Ukraine Ukraine | 4.183.650 |
| 9 | Polen Polen | 3.575.100 |
| 10 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 1.894.950 |
| | Summe Top Ten | 78.551.281 |
| | Summe restliche LĂ€nder | 13.325.143 |

Die Rapsernte in Österreich betrug 86.680 t und in der Schweiz 82.291 t.

Anbau nach Sorten

In Europa werden fast ausschließlich 00-Rapssorten als Winterraps angebaut. Der Anbau als Sommerung hat an Bedeutung verloren (372.000 Hektar im Jahr 2007). Knapp 60 Prozent der SommerrapsflĂ€chen in der EU liegen in den baltischen Staaten. In Deutschland ist der Sommerrapsanbau seit Mitte der 1990er Jahre um fast 90 Prozent auf 12.800 Hektar zurĂŒckgegangen.cite-ref-zmp-65-0[65]

Anbau nach Verwendungsarten

Die in Deutschland meist angebauten 00-Rapssorten eignen sich fĂŒr die Verwendung im Lebensmittelsektor ebenso wie fĂŒr die Verwendung als nachwachsender Rohstoff. Auf FlĂ€chen, die als StilllegungsflĂ€chen ausgewiesen sind, dĂŒrfen keine Lebens- und Futtermittel angebaut werden. Auf diesen FlĂ€chen kultivierter Raps wird also ausschließlich als nachwachsender Rohstoff verwendet. Da die obligatorische FlĂ€chenstilllegung 2008 abgeschafft wurde und die EnergiepflanzenprĂ€mie der EU fĂŒr Raps auf Nicht-StilllegungsflĂ€chen 2009 letztmals ausgezahlt wurde, konkurrieren die verschiedenen Verwendungsarten fĂŒr Rapsprodukte nun ohne Einfluss der Agrarförderung.cite-ref-lfl-63-1[63]

Raps als nachwachsender Rohstoff wurde 2008 in Deutschland auf rund 1,0 Mio. Hektar angebaut, das sind erstmals nach jahrelangen ZuwÀchsen fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Fast 64 Prozent der bundesweiten AnbauflÀche im Jahr 2007 lag in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.cite-ref-lfl-63-2[63]

Anbau und Verwendung nach LĂ€ndern und Regionen

88,8 % der Welt-Rapsproduktion erfolgt in Europa, China, Kanada und Indien. Kanada fĂŒhrt die Liste der ExportlĂ€nder an. DĂŒrrebedingte ErnteausfĂ€lle in Australien und ein steigendes Rapsangebot aus den GUS-Staaten, insbesondere der Ukraine, erhöhen die Bedeutung Osteuropas fĂŒr den internationalen Rapsmarkt.cite-ref-lfl-63-3[63]

Innerhalb der EuropÀischen Union dominiert die Rapserzeugung in Deutschland mit 4,20 Millionen Tonnen und Frankreich mit 4,28 Millionen Tonnen (Ernte 2023). Polen und Tschechien sind weitere wichtige ErzeugerlÀnder in Europa.cite-ref-fao-62-3[62]

Die AnbauflĂ€che hatte in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland eine steigende Tendenz: Bis zur Wiedervereinigung stieg sie in der Bundesrepublik von etwa 100.000 Hektar Anfang der 1980er Jahre auf etwa 400.000 Hektar im Jahr 1989.cite-ref-genius-66-0[66] In der DDR stieg die AnbauflĂ€che von 124.900 Hektar im Jahr 1966 auf 157.900 Hektar 1985.cite-ref-67[67] Weiter wurde die RapsanbauflĂ€che in Deutschland von etwa 950.000 Hektar im Jahr 1991 auf den bisherigen Höchstwert von etwa 1,45 Millionen Hektar zur Ernte 2008 gesteigert.cite-ref-genius-66-1[66] In Anteil an der gesamten AckerflĂ€che gerechnet, machte der Raps 1990 rund 6 % aus. 2007 war ein Spitzenwert mit rund 13 % erreicht. Bis 2017 ging er auf etwa 11 % zurĂŒck.cite-ref-68[68]

Auch in der Schweiz wird mehr Raps angebaut. Von 2015 (23.432 ha) stieg dort die AnbauflÀche auf 25.004 Hektar.cite-ref-fao-62-4[62]

Nutzung

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Hauptartikel

:

Rapsöl

,

Rapsstroh

und

Rapsextraktionsschrot

→

Hauptartikel

:

Rapskuchen

ErnÀhrung, Futtermittel und stoffliche Nutzung

Aus der Rapssaat, dem wirtschaftlich genutzten Pflanzenteil, wird in erster Linie Rapsöl gewonnen, das als Speiseöl und Futtermittel, aber auch als Biokraftstoff genutzt wird. Weiter wird Rapsöl in der chemischen und pharmazeutischen Industrie verwendet und dient als Grundstoff fĂŒr Materialien wie Farben, Bio-Kunststoffe, Kaltschaum, Weichmacher, Tenside und biogene Schmierstoffe.cite-ref-69[69]

Als Koppelprodukte der Rapsölgewinnung in ÖlmĂŒhlen fallen je nach Verarbeitungsmethode rund zwei Drittel der Rapssaatmasse in Form von Rapskuchen, Rapsexpeller oder Rapsextraktionsschrot an. Diese Produkte finden vor allem als eiweißreiches Tierfutter Verwendung und können Importe von Soja teilweise ersetzen. Glycerin, das als Nebenprodukt der Weiterverarbeitung von Rapsöl zu Biodiesel anfĂ€llt, findet ebenfalls Verwendung in der Futtermittelindustrie, zunehmend aber auch in der chemischen Industrie sowie als BioenergietrĂ€ger.

Das bei der Ernte anfallende Rapsstroh verbleibt in der Regel als Humus- und NĂ€hrstofflieferant auf dem Acker, kann aber auch energetisch genutzt werden.

FĂŒr die Imkerei haben Rapsfelder große Bedeutung. RapsblĂŒten sind unter anderem in Deutschland eine der wichtigsten und ergiebigsten Nektarquellen fĂŒr Honigbienen, eine RapsblĂŒte produziert in 24 Stunden Nektar mit einem Gesamtzuckergehalt von 0,4 bis 2,1 mg. Ein Hektar Raps kann in einer BlĂŒhsaison eine Honigernte von bis zu 494 kg einbringen. Aufgrund des großflĂ€chigen Anbaues ist der fein und schmalzartig kandierende Rapshonig zugleich leicht als sortenreiner Honig zu ernten.cite-ref-lipp1994-70-0[70]

RapsblĂ€tter und StĂ€ngel einiger VarietĂ€ten sind essbar und werden hauptsĂ€chlich in der asiatischen und afrikanischen KĂŒche als GemĂŒse verwendet.

BioenergietrÀger

→

Hauptartikel

:

Rapsmethylester

und

Biodiesel

Rapssaat hat sich etwa seit dem Jahrtausendwechsel zu einem wichtigen BioenergietrĂ€ger entwickelt. Rapsöl wird dabei vor allem fĂŒr die Biokraftstoffe Pflanzenölkraftstoff und Biodiesel (Rapsölmethylester) verwendet. Daneben dient das Öl als Treibstoff in Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken und als Brennstoff – pur oder in Beimischung – in Ölheizungen, die fĂŒr den Pflanzenölbetrieb angepasst sind (Pflanzenölbrenner). Rapskuchen wird derzeit fast ausschließlich in der TierfĂŒtterung genutzt, möglich ist jedoch auch die Verbrennung oder die Nutzung als Substrat in Biogasanlagen zur WĂ€rme- und Stromerzeugung.

Neben den allgemeinen Vorteilen der BioenergietrĂ€ger wie Erneuerbarkeit, weitgehende CO2-NeutralitĂ€t und der FĂ€higkeit, Sonnenenergie zu speichern, spricht fĂŒr die energetische Nutzung von Pflanzenölen, dass sie in großen Mengen verfĂŒgbar sind und die Nutzung mit relativ geringem technischem Aufwand möglich ist. Ein wichtiger Faktor aus Sicht der RessourceverfĂŒgbarkeit ist bei weltweit steigendem Proteinbedarf die Nutzung der Koppelprodukte als proteinreiche Futtermittelcite-ref-71[71]. In Deutschland ist Rapsöl derzeit das einzige einheimische Pflanzenöl, das in großen Mengen fĂŒr eine energetische Nutzung zur VerfĂŒgung steht.

Kritisiert werden an der Nutzung von Raps als Energiepflanze der FlĂ€chenbedarf bei zunehmender FlĂ€chenkonkurrenz zu Nahrungs- und Futtermitteln. Teilweise in Zusammenhang damit werden die Auswirkungen der Biokraftstoffproduktion auf die Weltmarktpreise von Nahrungsmitteln diskutiert.cite-ref-72[72] Zudem ist der Ressourcenverbrauch von Raps als BioenergietrĂ€ger zu berĂŒcksichtigen: Die DĂŒngung der Pflanze und, in geringerem Maße, die Verarbeitung der Rapssaat zu Pflanzenöl und Biodiesel verbrauchen Energie und Rohstoffe, der Wasserverbrauch der Rapspflanze beim Aufwuchs ist ebenfalls erheblich.

Diskutiert wird, wie sich die StickstoffdĂŒngung auf die Klimabilanz von Raps auswirkt. Ein Teil des Stickstoffs kann zu Distickstoffoxid (N2O, „Lachgas“) umgesetzt werden, ein bis zu 320-fach so stark wirkendes Treibhausgas wie Kohlenstoffdioxid (CO2).cite-ref-73[73] Die tatsĂ€chlich freigesetzte Menge hĂ€ngt unter anderem von dem Anteil des Stickstoffs im DĂŒnger ab, der tatsĂ€chlich zu Lachgas umgesetzt wird und in die AtmosphĂ€re gelangt. FĂŒr die Berechnung sind auch Faktoren wichtig, wie z. B. die von der Pflanze aufgenommene Stickstoffmenge, die tatsĂ€chlich eingesetzte Menge an DĂŒnger und die Einbeziehung von Nebenprodukten (Rapsschrot) in die Bilanzierung.cite-ref-74[74] Verschiedene Studien nennen eine positive Klimabilanz. Große Presseresonanz fand 2008 eine Studie, die eine negative Klimabilanz fĂŒr Treibstoff aus Raps berechnete, deren EinschĂ€tzung der oben genannten Faktoren von vielen Seiten jedoch als veraltet und wissenschaftlich nicht haltbar kritisiert wurde.cite-ref-75[75]cite-ref-76[76]cite-ref-77[77]cite-ref-ufop-78-0[78]

Literatur

‱ Bertrand MatthĂ€us, Ernst Wilhelm MĂŒnch (Hrsg.): Warenkunde Ölpflanzen/Pflanzenöle – Inhaltsstoffe, Analytik, Reinigung, Trocknung, Lagerung, Vermarktung, Verarbeitung, Verwendung. Agrimedia, 2009, ISBN 978-3-86263-060-8.
‱ Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan A. Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: Brassicaceae. In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 8 – Brassicaceae through Saxifragaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing / St. Louis 2002, ISBN 0-915279-93-2, Brassica napus. S. 21 – textgleich online wie gedrucktes Werk (Abschnitt Beschreibung).
‱ Klaus-Ulrich Heyland, Herbert Hanus, Ernst Robert Keller: ÖlfrĂŒchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen. In: Handbuch des Pflanzenbaus. Band 4, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8001-3203-4, S. 41–148.
‱ Olaf Christen, Wolfgang Friedt: Winterraps – Das Handbuch fĂŒr Profis. DLG-Verlag 2007, ISBN 978-3-7690-0680-3 (323 Seiten).
‱ W. Schuster: Ölpflanzen in Europa. DLG-Verlag, ISBN 3-7690-0501-5.
‱ James K. Daun, N. A. Michael Eskin, Dave Hickling: Canola: Chemistry, Production, Processing, and Utilization. AOCS Press, 2011, ISBN 978-0-9818936-5-5.
‱ Sarah Waltenberger: Deutschlands Ölfelder. Eine Stoffgeschichte der Kulturpflanze Raps (1897–2017). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2020, ISBN 978-3-506-70258-6.

Weblinks

Commons

: Raps (

Brassica napus

)

– Sammlung von Bildern

Wiktionary: Raps

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Raps. auf FloraWeb.de
‱ Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
‱ Thomas Meyer: Datenblatt mit BestimmungsschlĂŒssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
‱ MerkblĂ€tter und Informationen zum Rapsanbau (Anbauempfehlungen, Krankheiten, SchĂ€dlinge), Bayerische Landesanstalt fĂŒr Landwirtschaft
‱ Informationen zu Raps als Kulturpflanze proplanta.de
‱ Fotogalerie Raps, mit Fotos und ErlĂ€uterung von Schadbildern, SchĂ€dlingen und Krankheiten
‱ Verwertung von Raps: Speiseöl, Futtermittel, Biodiesel auf biosicherheit.de
‱ Von 0 auf 00 bis zum Hybridraps (PDF; 660 kB), auf lksh.de, abgerufen am 13. Mai 2017.

Einzelnachweise

cite-note-foc2002-11. ↑ Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan A. Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: Brassicaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 8 - Brassicaceae through Saxifragaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2002, ISBN 0-915279-93-2. Brassica napus, S. 21 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
cite-note-floraiberica-22. ↑ C. Gómez Campo: Brassica. In: Flora Iberica. Band 4, S. 367–368.
cite-note-heyland1996-33. ↑ Klaus-Ulrich Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau. 7. Auflage, Ulmer, Stuttgart, 1952, 1996, ISBN 3-8001-1080-6, S. 106 f.
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cite-note-71. NDR: Rapsforschung mit Hightech in Holtsee. Abgerufen am 21. September 2021.
cite-note-88. ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unverĂ€nderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 582.
cite-note-kempken2006-99. ↑ Frank Kempken, Renate Kempken: Gentechnik bei Pflanzen. 3. Auflage, Springer, 2006, ISBN 3-540-33661-3, S. 2.
cite-note-heyland-1010. ↑ Klaus-Ulrich Heyland, Herbert Hanus, Ernst Robert Keller: ÖlfrĂŒchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen. In: Handbuch des Pflanzenbaues. Band 4, S. 43–44, ISBN 3-8001-3203-6.
cite-note-1111. ↑ Sarah Waltenberger: Deutschlands Ölfelder. Eine Stoffgeschichte der Kulturpflanze Raps (1897-2017). Ferdinand Schöningh, Paderborn, 2020. S. 33f.
cite-note-1212. ↑ Sarah Waltenberger: Deutschlands Ölfelder. Eine Stoffgeschichte der Kulturpflanze Raps (1897-2017). Ferdinand Schöningh, Paderborn, 2020. S. 50.
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